Sommerserenaden 2018

Konzerte bis über die Alpen und zurück

18.08.2018, 19:30 Uhr – kath. Pfarrzentrum Mainz-Laubenheim (Möhnstr. 18, 55130 Mainz)

19.08.2018, 17:00 Uhr – St. Kilian, Wiesbaden (Kirchpl. 1, 55246 Wiesbaden)

22.08.2018, 19:30 Uhr – Kaisersaal des Historischen Kaufhauses Freiburg (Münsterplatz 24, 79098 Freiburg)

24.08.2018, 20:00 Uhr – ev. Kirche im Fürstentum Liechtenstein (Fürst Franz Josef Str. 11, 9490 Vaduz)

25.08.2018, 19:00 Uhr – Glarner Stadtkirche (Sandstr. 25, 8750 Glarus/Schweiz)

26.08.2018, 19:00 Uhr – Isola del Garda (25010 San Felice del Benaco, Brescia, Italien)

28.08.2018, 20:30 Uhr – Wallfahrtskirche Maria Wörth (Pfarrplatz 1, 9082 Maria Wörth, Österreich)

 

 


Das Programm:

 

Edvard Grieg: Anitras Tanz aus der „Peer Gynt“-Suite Nr. 1, op.46

Edvard Grieg: Ases Tod aus der „Peer Gynt“-Suite Nr. 1, op.46

Emmanuel Séjourné: Concerto for Marimba and String Orchestra 

Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Streicherserenade, op.48 

 

Solist: Uwe Mattes

 


 

Zum Programm

Das Kammermusikensemble Laubenheim lädt im August 2018 mit weltbekannten Werken von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Streicherserenade oder Auszügen aus der „Peer Gynt“-Suite Nr. 1 von Edvard Grieg bis hin zum selten dargebotenen Konzert für Marimba und Streichorchester von Emmanuel Séjourné zu seinen „Sommerserenaden“ ein.

1875 schrieb der norwegische Komponist Edvard Grieg (1843-1907) die Schauspielmusik Peer Gynt op. 23 zu Henrik Ibsens gleichnamigen dramatischen Gedicht über das Leben des jungen Bauernsohns Peer Gynt, der mittels Lügengeschichten versucht, der Realität zu entfliehen. Das Schauspiel fiel anfangs in den Kritiken durch, Grieg hielt jedoch an der Musik fest und stellte daraus zwischen 1888 und 1891 acht Sätze zu zwei kurzen Orchestersuiten zusammen, die auf Gesprochenes, Gesang und Chor verzichten und heute zu Griegs populärsten Werken zählen.
Emmanuel Séjourné (*1961) ist ein französischer Komponist und Perkussionist mit dem Schwerpunkten Marimba und Vibraphon. Er gilt als einer der größten Solisten und Virtuosen auf seinen Instrumenten, wurde zahlreich mit Preisen europa- und weltweit ausgezeichnet und ist Professor für Keyboard-Perkussionsinstrumente am Conservatoire de Strasbourg. Als überzeugter Eklektiker interessiert er sich für alles, was über den Rahmen der reinen Konzertmusik hinausgeht und fusioniert dabei Einflüsse aus westlicher klassischer Musik und der populären Kultur zu seinem rhythmischen, romantischen und dadurch energischen Stil. Das Konzert für Marimba und Streichorchester entstand 2006 für den österreichischen Marimbaphonisten Bogdan Bacanu und zählt bereits heute zu den Paradewerken für Keyboard-Perkussionsinstrumente. Mit Kompositionen für zahlreiche Opern- und Konzerthäuser weltweit und Film- und Fernsehproduktionen gilt Séjourné zu den aussichtsreichsten Komponisten unserer Zeit. Seine Werke werden als „lebendiger Beweis für den großartigen Aufschwung der Perkussionsmusik und die schöpferische Vitalität der zeitgenössischen Musik“ (Luxemburger Wort) betitelt.
Eine „musikalische Seelenverwandtschaft“ und darüber hinaus eine innige Freundschaft verband Edvard Grieg mit dem russischen Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893). Seine Serenade für Streicher in C-Dur, op. 48 spannt somit den Bogen zum Beginn des Sommerkonzertes des Kammermusikensembles Laubenheim. Sie entstand 1880 und umfasst vier Sätze, die in Form und Struktur an Mozarts Serenaden angelehnt wurden. Tschaikowski trat erst spät seine musikalische Ausbildung an, nachdem er bereits als studierter Jurist im russischen Justizministerium tätig war. Er studierte Komposition und Klavier erst in St. Petersburg bei Anton Rubinstein, später bei dessen Bruder Nikolai am Moskauer Konservatorium. Obwohl er schon zu Lebzeiten Anerkennung erfuhr und heute als einer der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts gilt, war er seinen Werken gegenüber sehr kritisch, was später auch auf seine zunehmend neurotische Depression zurückgeführt wurde. Neben seiner Kompositionstätigkeit hatte Tschaikowski als Dirigent, Musikkritiker und Dozent am Moskauer Konservatorium gleich mehrere Karrieren, bevor er überraschend im Alter von ‪‪53 Jahren in St. Petersburg an den Folgen der Cholera starb. Er hinterlässt ein weites musikalisches Werk, welches von Opern, Bühnenmusiken über Sinfonien, Orchesterkompositionen und große Solokonzerte bis hin zur Kammermusik nahezu alle Facetten der damaligen Musik enthält.

Zum Solisten

Uwe Mattes wurde 1999 in Tuttlingen geboren. Bereits im Alter von fünf Jahren erhielt er ersten klassischen Unterricht im Fach Schlagwerk. Es folgten Meisterkurse u.a. bei Ney Rosauro (u.a. University of Miami) und Prof. Franz Schindlbeck (Berliner Philharmoniker) sowie die Teilnahme an namhaften Workshops, darunter der Kammermusikkurs Ochsenhausen, der Herbst-Kammermusikkurs der Bundesakademie Trossingen und das Brass & Percussion Symposium der Hochschule für Musik Trossingen. 2014 erhielt er das Stipendium der Detmolder Sommerakademie. Im Wettbewerb „Jugend musiziert“ konnte Uwe Mattes erste Preise bis in die Bundesebene gewinnen und nahm darüber hinaus 2012 auch beim Wettbewerb „Jugend jazzt“ teil. 2018 gewann er zudem den „Förderpreis der Freunde und Förderer der staatlichen Hochschule für Musik Trossingen“. Er ist Mitglied mehrerer Musikvereine, der Jazz-Combo Sigisbert Stehle, der Big-Band der Musikschule Tuttlingen und des Sinfonischen Jugendblasorchesters Baden-Württemberg. 2016 folgte die Teilnahme beim International Regions Symphony Orchestra (IRO) sowie die Aufnahme ins Bundesjugendorchester, in welchem er zuletzt als Stimmführer des Schlagwerkregisters tätig war. Seit 2017 ist er darüber hinaus Mitglied des Landesjugendpercussionensembles.

Uwe Mattes ist Stipendiat der „Studienstiftung des deutschen Volkes“.

Mehrere Orchestertourneen führten ihn unter anderem in die großen Konzerthäuser in Deutschland (darunter die Berliner Philharmonie, das Festspielhaus Baden-Baden, die Dresdner Semperoper, die Hamburger Staatsoper, die Beethovenhalle Bonn und die Philharmonien in Köln und Essen) sowie nach China, HongKong, Österreich, Italien, Frankreich und in die Schweiz.
Uwe Mattes absolvierte ein Jungstudium an der Hochschule für Musik Trossingen bei Prof. Franz Lang, bei dem er seit dem Wintersemester 2017/18 auch sein Vollstudium im Bereich Orchestermusik (Hauptfach Schlagwerk) aufgenommen hat.

Zu den Konzertorten

Historisches Kaufhaus (Freiburg/Breisgau)

 

 

 

 

 

 

 

 Ev. Kirche im Fürstentum Liechtenstein (Vaduz)

 

 

 

 

 

Stadtkirche Glarus (Schweiz)

 

 

 

 

 

Isola del Garda (Italien)

 

 

 

 

Wallfahrtskirche Maria Wörth am Wörthersee (Österreich)