Die Sieben Letzten Worte Jesu am Kreuz

Werke von Elgar, Franck und Christ

24.11.2018, 19:00 Uhr – St. Ignaz, Mainz (Kapuzinerstraße 36, 55116 Mainz)

25.11.2018, 17:00 Uhr – kath. Kirche Mariae-Heimsuchung Mainz-Laubenheim (Pfarrer-Goedecker-Straße 29, 55130 Mainz)

Eintritt frei, Spenden erbeten!

Im November diesen Jahres finden wieder traditionell die Chorkonzerte des Projektchores Laubenheim rund um den katholischen Kirchenchor „Cäcilia 1936“ Laubenheim statt. Im Fokus stehen dabei die Motive Sehnsucht und Hoffnung. Als Hauptwerk passt dazu bestens „Die sieben Worte Jesu am Kreuz“ von César Franck. Diese von den Evangelisten überlieferten Worte werden dabei ausdeutend ergänzt von Texten aus Altem und Neuen Testament. So wird dem Zuhörer nicht nur das Verständnis der sakral fundamentalen Glaubenswahrheit erleichtert, sondern der Bogen von der Kreuzigung Christi auch weitergespannt zu den Inhalten des Osterglaubens. Die Sehnsucht nach Gott wird dabei immer wieder ersichtlich. Die Solistenrollen übernehmen Sophie Heitzmann (Sopran), Haesu Kim (Tenor) und Sebastian Kunz (Bariton).

Eben dieses Thema findet sich auch im Orchesterwerk Sospiri für Streicher, Harfe (und Harmonium) von Edward Elgar, das vom Kammermusikensemble Laubenheim dargeboten werden wird. Das Werk ist für Elgar ein ganz Besonderes gewesen, denn zunächst hatte er sichtliche Schwierigkeiten mit der Komposition. Eine zunächst als kleineres Stück geplante Idee reifte zu einem intensiven Werk heran, das offensichtlich Elgars emotionalen Kern traf, sodass er sich – vielleicht aufgrund des tiefgehenden Schmerzes des Stücks – später von ihm distanzierte und sogar ablehnte, es selbst zu dirigieren.

Den Schluss des Konzertes bildet die Uraufführung des Werkes „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ über den gleichnamigen Choral von Johannes Christ. Das Werk passt dabei gut zu den vorangegangenen Kompositionen, da es die beiden Leitmotive Sehnsucht und Hoffnung verbindet und die Zuhörer in der beginnenden, dunklen Winterzeit zum Licht bewegen will. Dabei entpuppt sich das Werk als bis ins letzte Detail durchdacht. Die vielfältige motivische Kompositionskunst Christs nimmt den Zuhörer mit auf eine musikalisch anschauliche Reise.

Zu den Solisten

Sophie Heitzmann (Sopran)

Sophie Heitzmann, geboren 1998 in Mainz, erhielt mit fünf Jahren ihren ersten Geigenunterricht bei Christine Feldner, später bei Philip Gadd am Peter-Cornelius-Konservatorium (PCK) Mainz. Zusätzlich begann sie im Alter von sieben Jahren Klavier zu spielen. Verschiedene Lehrer- und Stilwechsel (ein Jahr Unterricht bei Herr Bock im Jazzklavier am PCK) führten sie zu ihrer jetzigen Lehrerin Claudia Meinardus-Brehm, ebenfalls am PCK. Neben der C-Ausbildung Teilbereich Chorleitung am Kirchenmusikalischen Institut Mainz leitet Sophie Heitzmann in ihrer Heimatgemeinde St. Laurentius in Mz-Ebersheim eine Jugendband und eine Kinderschola, die regelmäßig die Gestaltung der Gottesdienste übernehmen. Seit fast vier Jahren erhält sie Gesangsunterricht bei Beate Heitzmann. Außerdem sang sie solistisch in dem Schulprojekt „Ocean World“ ein Ökological und verkörperte sanglich und schauspielerisch die Liebesgöttin Venus in der englischen Barockoper „Venus und Adonis“ von John Blow. Ein weiteres musikalisches Projekt unter der Leitung von Matthias Warzecha war 2018 eine Uraufführung des Chagall-Zyklus II von Wilfried Hiller und Mona Rasenberger für Violine spielende Sopranistin. Auch übernahm sie in den zwei vergangenen Konzerten der „Cäcilia 1936“ und dem Kammermusikensemble Laubenheim unter Tobias Keil den solistischen Part des 2016 konzertierenden Requiems von Gabriel Fauré, dem ein Jahr später das Oratorium „Die letzten Dinge“ von Louis Spohr folgte. Des Weiteren ist sie Mitglied des Kammerchor Rheinhessens unter der Leitung von Stefan Weiler und des Binger Frauenchores „Clara Voce“ unter der Leitung des Regionalkantors Alexander Müller. Seit Oktober 2018 studiert Sophie Heitzmann an der Johannes-Gutenberg-Universität und der Musikhochschule Mainz die Fächer Musik und Geschichte auf Lehramt (BEd).

Haesu Kim (Tenor)
Sebastian Kunz (Bariton)

Sebastian Kunz erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Chor der Limburger Domsingknaben. Er sang den 3. Knaben in Mozarts „Zauberflöte“ und war Straßenjunge in Puccinis „La Bohème“. Als Chorist der Camerata Musica Limburg nahm er am World Symposium on Choral Music teil und ist Preisträger des Deutschen Chorwettbewerbs.

Das Studium der Schulmusik führte ihn nach Mainz, worauf Sebastian seit dem Sommersemester 2014 Gesang in der Klasse von Hans Christoph Begemann an der Hochschule für Musik in Mainz studiert. Er arbeitete mit Größen der ‚Alten Musik‘ wie Ton Koopmann, Reinhard Goebel und Andreas Scholl, zudem brachte er mit dem Komponisten Moritz Eggert eine Auswahl aus seinem Liedzyklus „Neue Dichter Lieben“ für Bariton zur Aufführung.

Als Preisträger der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2015 gab er dort sein Operndebüt als Jakob in der Uraufführung „Adriana“ (Marc-Aurel Floros). Ende 2015 spielte er den Tempelherrn Enguerrand de Courcy in dem wiederentdeckten Singspiel „Die Assassinen“ (Johanna Kinkel). 2016 debütierte der Bariton in der Hochschulproduktion „Il Barbiere Di Siviglia“ (Rossini) als Figaro im Theater Rudolstadt. Im Sommer 2016 wirkte Sebastian in dem Pasticcio „Mozart in 90 Minuten“ (Christopher Holmann) erneut in Rheinsberg, und sang in Bonn den Blansac in Rossinis „La Scala di seta“.

Weitere Informationen, Termine und Hörbeispiele zu Sebastian Kunz finden Sie auch seiner Homepage!